Tuya: Neues Luxus-Restaurant in der Innenstadt

Die Jasomirgottstraße neben dem Stephansdom entwickelt sich mittlerweile zur regelrechten „Fressmeile der Wiener Innenstadt“. Nachdem erst vor Kurzem „Mayer & Freunde“ eröffnet hat, reiht sich nun ein weiteres Lokal, direkt neben Robertos American Bar II und dem Wein & Co ein: Das TUYA. Vor rund einem Monat eröffnet, setzt es auf provenzalische Küche und will die Lebenslust der Mittelmeerküste in den ersten Bezirk bringen. Dazu wurden internationale Top-Gastronomen an Bord geholt.

Edles Ambiente, luxuriöses Interieur
Das Ambiente ist, passend zur Wiener Innenstadt, sehr edel. Das Interieur ist ansprechend und luxuriös. Samt und Messing sorgen für schlichte Eleganz, der Boden aus handgefertigtem Terazzo Marmor mit Goldeinsätzen setzt besondere architektonische Impulse.

Die Speisekarte überzeugt mit zahlreichen Köstlichkeiten, darunter etwa Rinder-Tartar oder Gegrillter Kabeljau, ebenso wie etwa Quinoa-Salat für die Vegetarier. Die Zutaten stammen aus Frankreich, Italien und dem Wiener Umland. Bis auf das Schnecken-Gericht verzichtet der Koch – so die Presseinfo – getreu der provenzalischen Zubereitung, bewusst auf Butter und verwendet ausschließlich Olivenöl.

Die Hauptspeisen im TUYA sind ab 15 Euro erhältlich.

Sharing-Konzept
„Alles, was sie bestellen, wird in die Mitte gestellt!“, erklärt der Kellner gleich zu Beginn. Dadurch möchte man eine Wohlfühlatmosphäre schaffen und die Möglichkeit des Austausches bieten. Er ergänzt: „Im Süden Frankreichs ist es üblich, sich die Speisen im Rahmen der Familie zu teilen.“ Daran angelehnt auch der Name des Lokals. »TUYA« kommt aus dem Lateinischen, steht für »Deines« und soll das familiäre Teilen spiegeln. Nicht jedermanns Sache, zugegeben. Vor allem, wenn man nicht dieselben Vorlieben teilt.

Wir entscheiden uns für Escargots Bourgogne (Schnecken in Knoblauchbutter, Pernod und Parmesan), eine gegrillte Aubergine mit Pistou und Garnelen (Aubergine Grillée), grüne Tagliatelle mit Hummer sowie Coquelet Marinée (Mariniertes Stubenküken mit Joghurt und Kräutern). Geschmacklich alles einwandfrei. Vor allem, wenn man – bezogen auf die Schnecken – Knoblauch mag. Bei diesem wird nämlich definitiv nicht gespart.

Schnecken: Viel Knoblauch, aber sehr gut!

Im TUYA muss man mit höheren Ausgaben rechnen. Vorspeisen kosten zwischen 8 und 35 Euro, Hauptspeisen von 15 bis 50 Euro.

Umfangreiche Weinkarte
Die umfangreiche Weinkarte hält für Liebhaber edler Tropfen einige Highlights parat. Der eigene Weinkeller überzeugt, ebenso wie der Sommelier. Dieser war zuvor im Burj al Arab in Dubai tätig und beeindruckt mit ausgeprägten Wein-Kenntnissen. Bestellt werden kann entweder aus der Weinkarte, oder direkt mit einem Deut auf die gewünschte Flasche, aus dem Regal. Hat man das nötige Kleingeld in der Tasche erhält man edle Tropfen um über 5000 Euro (z. B. Chateau Petrus 2001). Für das etwas kleinere Budget gibt es aber auch Weine, ab etwa 30 Euro pro Flasche, zur Auswahl.

Tipp: Clafoutis probieren!
Die Patissière ist ein Traum, das Dessert – ein unglaublich gutes ­Clafoutis (  Süßspeise aus dem französischen Limousin, die eine Art „Mittelding“ zwischen Auflauf und Kuchen darstellt) mit Himbeeren – verzaubert. Definitiv unser Highlight des Abends!

Das Himbeeren-Nektarinen Clafoutis: Wirklich unglaublich gut!

Cocktails als Abschluss
Übrigens: Direkt unter dem Restaurant befindet sich im Erdgeschoß eine Bar. Mit traditionell hergestellten, aber neu interpretierten Cocktails und der vom Sommelier selektierten Weinkarte kann man den Abend gemütlich ausklingen lassen. Wohlfühlen tut man sich hier auf alle Fälle. Das Personal ist wirklich sehr freundlich und sehr bemüht.

Wo: 1., Jasomirgottstraße 3a
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 11:30 bis 2 Uhr

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