Rom: Geheimtipps abseits der Touristenpfade

Ein altes Sprichwort besagt: „Roma non basta una vita“ – auf Deutsch: Rom ist nicht in einem Leben zu besichtigen. Das liegt vor allem daran, dass die Stadt eine Art Freilichtmuseum im Metropolenformat ist. An nahezu jeder Ecke reiht sich ein beeindruckendes historisches Monument neben das andere, überall gibt es etwas zu entdecken. Must-Sees sind dabei unter anderem das Kolosseum, der Trevi-Brunnen, das Forum Romanum oder etwa der Petersdom. Abgesehen von den vatikanischen Museen, die eine der größten und bedeutendsten Kunst- und Kulturschätze beherbergen.

Kein Wunder, dass die ewige Stadt ob ihrer zahlreichen Highlights auch ein enormer Touristenmagnet ist. Jedes Jahr zieht es mehrere Millionen Besucher in die pulsierende Metropole. Auf der Suche nach Plätzen abseits der Massen und ein paar Geheimtipps? Bitteschön.

# Lokal-Hopping in Trastevere

Zugegeben, das Stadtviertel Trastevere ist vielleicht kein Geheimtipp mehr, finden sich mittlerweile doch auch zahlreiche Touristen dort. Dennoch gibt es im ehemalige Arbeiterviertel auf der westlichen Seite des Tibers noch immer genug tolle Lokale, in denen man vorrangig Einheimische trifft, leben dort doch nach wie vor fast ausschließlich Römer. Vor allem am Abend ist Trastevere stets voller Leben und ziehen vor allem junge Leute an.

Hier drei Tipps:

# Cantina Dei Papi
Liebt man Prosciutto, sollte man der Cantina Dei Papi (Via della Scala 71) definitiv einen Besuch abstatten. Wir sind zufällig vorbeigelaufen und konnten gerade noch ein Plätzchen ergattern. Preislich definitiv ok. Eine kleine Platte für eine Person kostet rund fünf Euro, eine kleine Flasche Wein acht Euro.

# Ma che siete venuti a fa’
Direkt im Herzen Trasteveres liegt die sympathische kleine Craft-Beer-Bar (Via Benedetta 25) mit dem Namen, der auf Deutsch in etwa so viel heißt wie „Aber was hat euch hier her getrieben?“. Sie bietet die optimale Möglichkeit unterzutauchen und dem Gewirr an Menschen einen Moment lang zu entgehen. Mit den Preisen wie sechs Euro für ein Pint und vier Euro für ein Seiterl liegt die Bar sogar noch unter dem durchschnittlichen Craft Beer-Preisen in Rom.

# Freni e Frizoni
Das Freni e Frizoni (Via del Politeama 4–6), auf Deutsch: „Bremsen und Kupplungen“ ist eine beliebte Bar am Rand von Trastevere. Nichts erinnert darin mehr an die ehemalige darin befindliche Werkstatt. Im Gegenteil. Das Lokal ist unumstritten ein Highlight für alle Hipster. Alte Möbel werden hier mit neuem Design kombiniert, Ab dem frühen Abend werden Drinks kredenzt, dazu gibt es an einem reichhaltigen Buffet jede Menge vegetarische Speisen, die man kostenfrei zu den bestellten Aperitiven genießt.

# Nachtleben in San Lorenzo

Möchte man abseits der Touristenmassen etwa günstige Cocktails genießen, sollte man sich in das Studentenviertel San Lorenzo begeben. Nicht unweit vom Bahnhof Termini entfernt, gibt es dort zahlreiche nette Bars und Kneipen, wo man wirklich nahezu ausschließlich Einheimische trifft.

# Monumento Vittorio Emanuele II: Ein toller Ausblick über die Stadt

Das Monumento Vittorio Emanuele II  am Piazza Venezia ist ein Nationaldenkmal zu Ehren des ersten Königs von Italien und zudem ein Geheimtipp für alle, die eine wundere Aussicht über Rom genießen wollen. Vom Dach des Altare werden Besucher mit einem überwältigenden Blick über die prachtvolle italienische Hauptstadt belohnt. Dazu einfach die Stufen zum Monument erklimmen und mit dem gläsernen Aufzug hinter dem Denkmal – steht man vor dem Gebäude sieht man ihn nicht – nach oben fahren.

# Günstig Essen neben der spanischen Treppe

Essen im Zentrum von Rom muss nicht zwangsläufig teuer sein. Sogar rund um die spanische Treppe gibt es ein paar absolute Schnäppchen für Genießer. Direkt neben den Touristenattraktion befindet sich etwa das Pasta Pastificio (Via della Croce, 8). Ab 13 Uhr gibt es hier frische hausgemachte Nudeln to-go in zwei verschiedenen Sorten (eine davon ist immer vegetarisch), um nur vier Euro pro Portion. Geschmacklich einwandfrei. Da auch sehr viele Römer hier offenbar gerne zulangen, kann sich manchmal eine echte Schlange vor dem Lokal bilden. Durch die rasche Essensausgabe geht diese jedoch schnell voran. Achtung: Das Verzehren der Pasta auf den Spanischen Treppen ist nicht gestattet.

# Italienische Spezialitäten im Mercato Centrale Roma

Direkt beim Bahnhof findet sich die neue Markthalle „Mercato Centrale Roma“. Hier haben sich Top-Köche zusammengeschlossen und servieren Pizzen, Pasta und andere typische italienische Spezialitäten wie etwa – wir lieben sie – Arancini,  frittierte und gefüllte Reisbällchen.

# Ein Drink am Ufer des Tiber

Im Sommer reiht sich an der Promenade des Tibers wieder ein Restaurant neben das andere. Im Juli und August besonders viel. Kulinarik, Musik und Kultur: Neben einem vielfältigen Speiseangebot begeistern Live-Acts ebenso wie eine bunte Auswahl an kleinen Shops mit Angeboten von Sommerkleidern – von Souvenirs bis zu Staubsaugern. Ein Highlight sind dabei sicherlich auch die Shisha-Bars, die am Tiber-Ufer mehrfach zu finden sind.

Etwas weniger touristisch ist es auf der daneben liegenden Tiber-Insel (italienisch: Isola Tiberina), zwischen den Brücken Ponte Garibaldi und Ponte Palatino. Im Sommer wird zur „Isola del Cinema“ und beim „Kino unter Sternen“ täglich ein anderer Film gezeigt. Auch hier werden hervorragende Weine in romantischer Atmosphäre serviert. Einfach unter die einheimischen Kino-Besucher mischen!

# Kaffeegenuss im ältesten Kaffeehaus der Stadt

Hier auch noch ein besonderer Tipp für alle Kaffeeliebhaber: Auf ins CaféSant Eustachio! Hier finden sich zwar doch zahlreiche Touristen, aber auch das älteste Cafè der Stadt. Direkt hinter dem Pantheon wird der Kaffee hier noch selbst geröstet, genau wie zu Beginn der 30er-Jahre. Tipp: Trinkt man diesen im Stehen zahlt man nur 1,50 Euro.

In diesem Sinne: Ci vediamo, Roma!
Wir kommen sicherlich auch bald wieder für ein Wochenende vorbei!

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